Das verlorene Dorf (Rezension)

  • Titel: Das verlorene Dorf
  • Autorin: Stefanie Kasper
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • Preis: Taschenbuch 9,99€, eBook 8,99€
  • ISBN: 978-3442479771
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. April 2015)

 Was, wenn Du seit Deiner Kindheit eine Ausgestoßene bist, nie heimisch, immer nur geduldet, aber kaum wirklich geliebt?

DER INHALT

Oberbayern 1843: Als sich die junge Waise Rosalie in den Bauern Romar verliebt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch die Waisenhausvorsteherin warnt Rosalie vor dieser Ehe und macht sonderbare Andeutungen. Rosalie heiratet Romar dennoch und folgt ihm in sein Heimatdorf, das tief im Wald verborgen liegt. Eines Nachts hört Rosalie ein Neugeborenes weinen, das am nächsten Tag als angebliche Totgeburt begraben wird. Dann kommt eine junge Frau, mit der Rosalie sich angefreundet hat, auf mysteriöse Weise zu Tode. Rosalie wird bald bewusst, dass in Romars Dorf nichts ist, wie es scheint – und dass auch sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt …

MEINE MEINUNG

Eigentlich ist das null mein bevorzugtes Genre, aber ich hatte das Buch als Werbeanzeige bei Amazon gesehen und es mir mal für ein paar Euro bestellt. Habe abends um 19 Uhr angefangen und es um 1 Uhr nachts beendet, weil es so so gut war. Ich bin einfach über die Seiten geflogen durch die spannende Geschichte und des herausragenden Schreibstils.

Protagonistin ist Rosalie, eine Waise, die von Heim zu Heim geschickt wird und niemals wirklich zuhause ist, weil sie als Nachtmensch bezeichnet wird, heute halt eher bekannt als > Albinismus <, also Haare und Wimpern ganz ganz weiß und Augen tun bei Sonnenlicht halt weh. Jeder bezeichnet sie deshalb als vom Teufel bessessen und sie kann niemals Geborgenheit erfahren.. Eines Tages kommt Romar ins Dorf, der erste Mensch, der wirklich nett zu ihr ist. Sowas hatte sie einfach noch nie und deshalb folgt sie ihm in sein Dorf, dass mitten im Wald liegt und in dem nur 5 oder 6 Familien leben. Dort wird sie absolut herzlich aufgenommen. Aber ziemlich schnell kippt alles. Alle scheinen sie zu belügen und trotzdem in ihren Bund aufzunehmen. Romar dabei scheint sie wirklich zu lieben, aber auch er hüllt sich in schweigen und seine Taten ergeben oft nicht besonders Sinn, bis Rosalie beschließt endlich aufzudecken was vor sich geht.

Ich mochte Rosalies Charakter an sich extrem gerne. Sie ist ihr ganzes Leben schon eine ausgestoßene, aber als sie in die Gemeinde aufgenommen wird, entwickelt sie mehr Selbstvertrauen, was ihren Charakter wirklich wachsen lässt. Das Handlungsgeschehen lässt sich nicht anders als sehr sehr schräg bezeichnen. Jede Beziehung ist so komisch, dass ich manchmal mehrmals über die Stelle drüber lesen musste, weil ich bis zum Ende hin nicht verstanden habe, was in diesem komischen Dorf abgeht. Zwischendurch kam ich mir auch vor wie bei AHS, weil extrem viele Plots geschehen, die ich nicht habe kommen sehen. Den größten Plot am Ende des Buches hat mich absolut umgehauen. Ich habe wirklich gar nicht damit gerechnet, aber gleichzeitig hat mich der so sehr verwirrt, dass ich zu einem Handy greifen musste um noch einmal zu googeln.

Der Schreibstil verleitet, wie bereits erwähnt, zum weiterlesen. Obwohl das Buch zu einer anderen Zeit spielt und oft Redewendungen benutzt wurden, die etwas altertümlich waren, hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl es würde den Lesezyklus stören. Ich hatte tatsächlich auch zu keinem Zeitpunkt das Gefühl ich könnte das Buch weglegen, weil ich einfach wissen musste, wie das Buch endet. Der Titel und das Cover laden absolut zum Kaufen des Buches ein.

FAZIT

Also für mich ist dieses Buch ein Volltreffer und es ist einfach eine Schande, dass es nicht bekannter ist. Der Gruselfaktor ist da, aber auch die Liebesgeschichte hat absolut seine Daseinsberechtigung!

Bewertung: 5 von 5.

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