Die Lehre des Sanzibor – Eine Geschichte aus Gorrae (Rezension)

  • Titel: Die Lehre des Sanzibor – Eine Geschichte aus Gorrae
  • Autorin: Leslie Meilinger
  • Seitenzahl: 288 Seiten
  • Preis: Taschenbuch 9,99€, eBook 2,99€
  • ISBN: 978-3752629354
  • Verlag: BoD (8. Dezember 2020)

ich bin müde gewesen. Bis du gekommen bist. ✨

DER INHALT

Als ein wandernder Heiler in ihr Dorf kommt, sieht Georgianna ihre einzige Chance gekommen, sich ihren tiefsten Wunsch zu erfüllen. Trotz aller Widerstände tritt die junge Elfe ihre Lehre an und reist mit dem Heiler durch das Land Gorrae. Sie versteht schnell, dass ihr Meister von einem alten Geheimnis gegeißelt wird, das wenig mit den Heilkünsten zu tun hat und die beiden von den Kerkern der Hexenstadt Behemoth bis in die nördlichsten Gebirge führt. Um ihrer Reise kein jähes Ende zu bereiten, muss er sich einer unerbittlichen Wahrheit stellen und Georgianna erkennt, dass auch ein Heiler nicht jeder Verletzung gewachsen ist. Wie soll sie ihre aufkeimenden Gefühle für ihn einordnen? Und kann sie trotz Todesgefahr und aller Zweifel ihren Traum erfüllen und Heilerin werden?

MEINE MEINUNG

Georgianna lebt in einem kleinen Dorf mit ihren Eltern und hat einen großen Traum. Sie möchte als Heilerin durch das Land ziehen und Menschen helfen. Nur leider haben Heiler allgemein einfach keinen guten Ruf. Obwohl sie den Menschen eigentlich helfen, sind schlafen sie in Tierställen und leben wir Einsiedler durch das Land ziehen. Georgianna ist deshalb sehr aufgeregt, als Endlich ein Heiler durch ihr Dorf kommt und sie tut tatsächlich alles dafür, dass er sie in die Lehre nimmt. Dazu war natürlich einige Überzeugungsarbeit wichtig, aber tatsächlich hat mich in diesen Situationen ihre Persönlichkeit absolut überzeugt, da ich nach einer Zurückweisung niemals wieder trauen würde zu fragen.

Sie geht bei dem Heiler in die Lehre und gemeinsam ziehen sie durch die Ländereien und wie es sich für einen guten Fantasyroman gehört begegnen sie vielen Gefahren, in Form von Menschen die ihnen Gewalt antun wollen, aber auch der Natur, da sie in Zelten leben. Auch in den Situationen fand ich Georgiannas Charakter so beeindruckend. Sie traut sie Dinge anzusprechen, es ist ihr irgendwie egal wenn sie mal nervt und wenn sie etwas wirklich will, bearbeitet sie den Heiler so lange, bis er es ihr erlaubt. In einer Situation nämlich – achtung Spoiler – sieht er sie nackt, was nicht von ihr beabsichtigt war und anstatt dass sie es totschweigt, wie jeder normale Mensch es getan hat, spricht sie es an.. muss tatsächlich sagen, dass ich eine solche erwachsene Kommunikation in Romanen nicht gewohnt bin. Muss jedoch sagen, dass sie mir irgendwann einfach zu viel geweint hat. Der Mann schien wirklich sehr viel geduldiger mit der lieben Elfe zu sein als ich.

Da Georgianna eine Elfe ist und Sanzibor ein Elbe, können diese wirklich extrem alt werden. In dem Fall ist sie 17 und er in den 90, sieht aber natürlich noch super gut und stattlich aus.. trotzdem hat mich der Altersunterschied etwas überfordert. Vielleicht hat mich einfach verwirrt, dass das Alter so direkt angesprochen wurde..in anderen Romanen sind die Wesen ja meist unsterblich, weit über 500 Jahre alt und kommen trotzdem mit einem 17jährigen Mädchen zusammen.. Sein Charakter ist irgendwie schwer in einzuordnen, denn er verbirgt ein großes Geheimnis und er ist oft abweisend und kühl (wie alle Fantasyromanhelden tbh), aber seine Art ist meistens irgendwie eine Mischung aus alter Mann und sexy Held. War manchmal einfach nicht sicher, wo ich ihn einordnen sollte. Sein Charakter ist ziemlich komplex, genauso wie deren Beziehung. Aber da ich eine Mischung aus harmoniebedürftig und dramasüchtig bin, habe ich die Szenen eines gebrochenen Charakter mit viel Ballast geliebt.

Zwischendurch gab es immer mal wieder Einblicke in die Heilkunst, die ich tatsächlich sehr interessant fand und auch alles was ihr beigebracht wurde. Ich finde dafür, dass der Roman weniger als 300 Seiten hat, ist es der Autorin wirklich extrem gut gelungen eine komplexe Welt zu erschaffen und dann noch mehrere Orte. Fand den Handlungsverlauf wirklich spannend, wobei ich das Ende nur halb befriedigend fand.. andererseits muss ich sagen, dass es nicht dem Klischee entspricht, was natürlich außergewöhnlich ist, nur leider bin ich ein riesen Fan des Klischees. Rundherum jedoch ein wirklich guter Roman mit stark ausgearbeiteten Protagonisten, einem wirklich tollen und ansprechenden Schreibstill und eine liebevoll ausgearbeiteten Welt.

FAZIT

Da ich den Erschaffungsprozess des Buches fleißig bei Instagram verfolgt habe, hatte ich wahnsinnige Vorfreunde auf das Buch und tatsächlich hat es mich kein bisschen enttäuscht. Ich habe das Buch tatsächlich in 3 Stunden komplett ausgelesen und kann nur sagen, dass sich das Lesen wirklich lohnt. Das Cover ist zum Abschluss wirklich wunderschön und absolut passend zum Inhalt des Buches. Großes Kompliment an die Autorin, die in ihrem Debütroman etwas derartiges geschafft hat.

Bewertung: 4.5 von 5.

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