Die wunderbare Kälte (Rezension)

  • Titel: Die wunderbare Kälte
  • Autorin: Elisabeth Rettelbach
  • Seitenzahl: 407 Seiten
  • Preis: Taschenbuch 12,00€, 6,99€
  • ISBN:  978-3948736125
  • Verlag: Kirschbuch Verlag (1. Dezember 2020)

Auch als es Nacht wurde, hing die dunkle Kai immer noch lauernd im Spiegel. ✨

DER INHALT

In einem fast märchenhaft schneereichen Winter wandelt die einzelgängerische Maskenbildnerin Kai durch die Straßen der Stadt und stalkt Fremde. Sie ist eine ferne Betrachterin des Lebens. Doch dann laufen ihr zwei Menschen über den Weg, die sie stärker faszinieren als alles andere und in deren Leben sie sich einmischt. Was zunächst als Spielerei beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem psychedelischen Albtraum, der seine Tribute fordert … “

MEINE MEINUNG

Der Roman ist ganz anders als alles was ich jemals gelesen habe. Sie ist nämlich aus der Sicht eines Antagonisten und es lässt manchmal darauf schließen, dass die Protagonistin möglicherweise eine verdrehte Wahrnehmung hat. 😅 ich würde es nicht als mein Genre bezeichnen, aber es ist auf jeden Fall lesenswert.

Hauptperson des Romans ist Kai, Maskenbildnerin die sich die Zeit damit vertreibt Menschen zu catfishen, fremde Leute auszuspionieren und sich Szenarien für alles Mögliche ausdenkt. Wieso sie das tut? Keine Ahnung, aber das Ding ist, Kai weiß selbst nicht wieso sie es tut. Es ist so als würde man die Gedanken eines psychisch gestörten Menschen ohne jegliche Empathie lesen.. Ihre Motive sind nicht nachvollziehbar, ihre Gedanken wirr.. ab und zu musste ich den Roman sogar weglegen um meine eigenen Gedanken ordnen zu können. Sie ist ein Charakter ohne Selbstreflexion. Sie mischt sich in eine Trennungsgeschichte ein und verschwimmt förmlich in der anderen Person, so, als würde sie eine Obsession für diese entwickeln.

Die Geschichte ist schon spannend, weil ihre Motive und Handlungen absolut keinen Sinn ergeben. Ihre Gedanken wirken außerdem wie als würde man alles durch einen Schleier sehen. Es wirkt als wäre sie bipolar, aber auch, als wäre hätte sie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Es ist so.. als erzähle sie Lügen und würde sie anschließend auch glauben. Wie gesagt, das Buch ist wirr und folgt keiner richtigen Handlung, jedoch war genau das von der Autorin beabsichtigt und genau das macht das Buch so speziell, aber auch besonders. Einen solchen komplexen Charakter zu erstellen und ihn Dinge tun lassen die im Endeffekt keinen Sinn ergeben ist einfach wahnsinnig komplex.

Der Schreibstil ist gut und es ist wirklich verdammt schwer eine solche Geschichte zu erzählen, aber finde die Autorin hat das gut gemeistert. Was das Genre betrifft bin ich mir ehrlich gesagt unsicher.. Ich bevorzuge es, wenn die Geschichte einem bestimmten Schema folgt und wenn sie.. wenigstens ein kleines bisschen vorhersehbar ist. Jedoch muss man auch sagen, dass das Cover umwerfend ist und perfekt harmoniert hat mit dem Erscheinungstermin

FAZIT

Wenn ihr Fan dieses Genres seid, ist dieses Buch mit Sicherheit absolut euer Fall, aber ich muss sagen, dass es wohl ein einmaliger Ausflug in das Genre war. Das Buch ist nichts was man einfach erklären oder zusammen fassen kann, aber genau das macht das Buch so speziell.

Bewertung: 3 von 5.

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