Wir Verlorenen (Rezension)

  • Titel: Wir Verlorenen
  • Autorin: Jana Taysen
  • Seitenzahl: 407 Seiten
  • Preis: Taschenbuch 12,00€, eBook 6,99€
  • ISBN: 978-3948736064
  • Verlag: Kirschbuch Verlag(22. September 2020)

As a child I never imagined that all of the real monsters in the world would be humans.

DER INHALT

Smilla führt mit ihrer kleinen Schwester Jera ein tristes Leben in der Eifel. Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es seit einer verheerenden Katastrophe nicht mehr. Wo vorher Gesetze und Ordnung herrschten, treibt nun der grausame Clan der Verlorenen Jungs sein Unwesen. Smilla weiß, dass es in dieser Welt keinen Platz für Liebe und Glück mehr gibt. Bis sie ihren einstigen Nachbarn Falk wiedertrifft … Doch dann gerät Smilla selbst in eine Spirale aus Verrat und Lügen, die sie an allem zweifeln lässt, woran sie noch glaubte. Wem kann sie noch vertrauen, wenn es um das eigene Überleben geht? Und welche zwielichtige Rolle spielt Falk bei all den Ereignissen? 

MEINE MEINUNG

Eine unbekannte Seuche macht Smilla und ihre kleine Schwester zu Halbwaisen, nachdem ihre Mutter daran stirbt. Um ihren Vater zu finden, machen sich die beiden Mädchen von Köln auf den Weg und landen in der Eifel. Dort leben sie mit einer anderen Gruppe zusammen und kämpfen ums überleben. Eines Tages trifft Smilla ihren ehemaligen Nachbar Falk wieder, aber aus dem einst schüchternen Nachhilfeschüler ist ein unberechenbarer Mensch geworden. Durch ihn findet sich Smilla auf einem in einer Welt voller Intrigen, Rache und erschreckender Unmenschlichkeit und Gleichgültigkeit.

Lasst euch von dem harmlosen Cover von “wir Verlorenen” nicht täuschen, denn das Buch ist echt harter Stoff. Es ist eine Dystopie, die in Deutschland spielt, genauer in der Eifel, mit Menschen aus Köln. Fand das irgendwie um einiges erschreckender, weil es irgendwie so real war. Es geht um richtige Menschen, mit einem richtigen Leben. Keine übernatürlich schönen Menschen mit Flügeln in einer Fantasywelt. Vor allem sowas während der Corona- Pandemie zu lesen ist so gruselig 🙂.

Protagonistin ist Smilla mit ihrer kleinen Schwester bei einer Gruppe anderer Überlebender in der Eifel wohnt. Man lernt ihren Alltag kennen und man spürt die Verzweiflung etc. zwischen den Zeilen. Sie leben in einer Welt, wo sie sich die meiste Zeit in einem Bunker leben, ihr Essen selbst erlegen müssen und es nur ums Überleben geht. Dann trifft sie ihren ehemaligen Nachbarn wiederund sie gerät in wirklich gruselige Machenschaften. Falk fand ich an manchen Stellen sympathisch, manchmal sogar süß, aber er hat mich zu sehr an die Typen aus meinem Leben erinnert, deshalb nichts mit bookboyfriend 😂 Es hat viele Elemente von „The Walking Dead“, was bereits Menge über die Skrupellosigkeit der Menschen aussagt.

Man merkt richtig wie verkommen die Menschheit im Prinzip ist… ich habe nie so sehr darüber nachgedacht wie nach diesem Roman. Es ist manchmal ziemlich erschreckend und ernüchternd.. und es ist so real.. man weißt einfach, es wird nicht alles gut. Einerseits frustrierend, andererseits halt realistisch.

FAZIT

Der Roman hat mich absolut gefesselt und mir vor erschrecken sogar oft Herzklopfen beschert (vor Adrenalin). Der Schreibstil und allgemein das Setting machen das Buch zu einer ultimativen Dystopie. Kanns kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen.

Bewertung: 4.5 von 5.

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