Zwischen meinen Träumen (Rezension)

  • Titel: Zwischen meinen Träumen
  • Autorin: Mounia Jayawanth
  • Seitenzahl: 411 Seiten
  • Preis: Taschenbuch 14,99€, eBook 9,99€
  • ISBN: 979-8678600202
  • Verlag: Independently published

Du bist nicht Peter Pan.

DER INHALT

Noahs Leben könnte perfekt sein. Er ist beliebt, endlich mit Lia zusammen und hat in Samira eine wahre Freundin gefunden. Wären da nur nicht seine Depression und seine durch Drogen und Trauma belastete Vergangenheit. Nacht für Nacht suchen ihn die inneren Dämonen heim und lassen ihn nicht vergessen. Sein Zustand wird schlimmer, als er sich in ein Netz aus Heimlichkeiten verstrickt, um andere zu schützen. Doch dann muss er eine Entscheidung treffen: Will er weiterhin Geheimnisse hüten oder sich seiner Vergangenheit stellen und dabei alles riskieren, was ihm lieb ist?

MEINE MEINUNG

Was macht ein gutes Buch aus? Charaktere die man liebt, die aber gleichzeitig absolut relatable sind. Eine Story, die nicht langweilig, irgendwie realistisch ist und die einen wirklich spüren lässt, was der Charakter spürt. Ein Setting, das man liebt und was die Geschichte perfekt macht und natürlich Spannung, die dich zwingt das Buch zu keinem Zeitpunkt aus der Hand zu legen… und „Zwischen meinen Träumen“ erfüllt alles. Das Buch ist eine Fortsetzung von „Zwischen meinen Worten“, nur diesmal ist Noah, der Love-Interest aus dem ersten Teil der Protagonist.

Wenn man den Klappentext liest, denkt man, es handelt sich erneut um eine typische New Adult – Geschichte mit einem verschlossenem Typen, der dann durch die Liebe zu der Person alles überwindet, was im wahren Leben natürlich niemals passiert. Denn so funktioniert Schmerz nicht und so funktionieren Depressionen nicht und genau das wird in dem Buch aufgearbeitet. Es wird gezeigt, dass eine Therapie absolut nichts schlimmes ist und Angst, Selbstzweifel und Schuld einen nicht weniger liebeswert machen. Das Buch geht einem ehrlich so tief unter die Haut, dass mir beim Lesen die Tränen gekommen sind, weil der Inhalt einen mein Herz zusammengedrückt hat. Um nicht zu Spoilern verrate ich jetzt nicht worum es geht, aber es ist so viel besser aufgearbeitet als in Bücher, wo die Personen lieber ein paar Kapitel toxisch sind und dann wieder alles gut ist.

Noahs Charakter ist so liebevoll aufgearbeitet, dass ich ihn mir immer mal wieder als Freund gewünscht habe. Allgemein die ganze Freundesclique, also Lia (Prota aus Teil 1), Noah und Samira sind so cool, dass ich mich in sämtlichen Gesprächen, Anekdoten und Gefühlen wiedergefunden habe.

Da Noah mit Lia verbunden ist, hat es mir sehr gefallen, auch immer wieder von ihren Fortschritten und ihrem Leben zu erfahren. Auch Samiras Leben war immer wieder präsent und obwohl ich mich an vielen Stellen total mit ihr identifizieren konnte, hat sie ein bisschen an Sympathie verloren. Möglicherweise bekommt sie den aber hoffentlich im nächsten Teil wieder.

Das Setting ist Berlin, die Stadt in der ich geboren und aufgewachsen bin und vielleicht kennen einige das glücklich Gefühl wenn man von einem Ort liest, den man selbst kennt und wo man selbst einfach gerne ist.

Die Autorin traut sich immer wieder aus sämtlichen Klischees auszubrechen und sowas wie toxische Beziehungen (darunter auch Freundschaften) anzusprechen, genauso wie Suchtthematiken und irgendwelche festgefahrenen Aberglauben wie zum Beispiel, dass Jungfrauen bei ersten Mal Geschlechtsverkehr zwingend bluten.

Es ist ein gefühlvoller, extrem gut geschriebener reflektierter Roman, der wehtut, an manchen Stellen ziemlich schonungslos ist, aber absolut realistisch bleibt.

FAZIT

Bei manchen Bücher wünscht man sich den Verlust seines Gedächtnisses um die ganzen Sachen genauso stark zu spüren wie beim ersten Mal, aber bei „Zwischen meinen Träumen“, ist das absolut nicht nötig, denn die Intensität der Gefühle die ich beim lesen empfunden habe, werden sich nicht ändern.

Bewertung: 5 von 5.

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