Guck mal, die Asis (Rezension)

  • Titel: Guck mal, die Asis
  • Autorin: Wendy Nikolaizik
  • Seitenzahl: 342 Seiten
  • Preis: Taschenbuch 15,00€, eBook 7,99€
  • ISBN: 978-3967330960
  • Verlag: Wreaders Verlag (15. Juli 2020)
  • Rezensionsexemplar

Du hast eine Familie, der du alles bedeutest.

DER INHALT

Der Punk Farin raucht zu viele Zigaretten und weckt in Debby in einer kalten Nacht am Bahnsteig den Wunsch etwas Verrücktes zu tun, obwohl sie mit ihren besten Freundinnen und ihrem sie liebenden Freund eigentlich alles hat.
„Typen wie er sind gefährlich“, meint ihr Freund Thomas.
„Thomas will dich nur beschützen“, verteidigen ihre besten Freundinnen das Kontaktverbot, das er ihr auferlegen will.
„Willst du darüber reden?“, bietet Farin an. Mit ihm schaut sie auf Dächern in die Sterne und Sonnenaufgänge auf feuchten Wiesen an. Mit ihm und einer Menge Bier, das Farin nicht zu trinken scheint, weil es so gut schmeckt.

MEINE MEINUNG

Wie lässt sich das Buch am besten beschreiben, um der realistischen Handlung und dem großartigen Schreibstil gerecht zu werden?

Der Protagonistin ist Debbie, ein auf den ersten Blick absolut durchschnittliches Mädchen. Wahrscheinlich hübsch aber kein Überflieger, ihre Eltern sind nicht reich, ihr Leben lässt sich halt absolut als 0815 beschreiben. Bis sie den Punk Farin, in einer kalten Partynacht am Bahnsteigt trifft. Und er ist so anders… ich weiß, dass klingt ziemlich nach Pick-Me, aber glaubt mir, er ist anders. Anders, als all die Vorurteile die jeder gegen ihn hat und daran können auch die Tattoos, Piercings und das ewige Gerauche nichts ändern. Egal wie oft ihr Freund Thomas ihr sagt, dass sie sich von dem fernhalten soll und im Grunde ihre ganze Welt ihr sagt, dass das nicht für sie ist, sieht sie etwas anderes in ihm und etwas, was sie auf ihrem verschlafenen Leben rausholt.

Was ich absolut an der Protagonistin mochte, ist ihre absolut starke und unvoreingenommene Persönlichkeit. Vor allem wenn man manchmal sein eigenes Verhalten reflektiert, wird klar, wie oft wir tatsächlich voreingenommen sind. Ich merke es oft an mir, dabei möchte ich aufgrund meiner Herkunft etc. auch nicht vorverurteilt werden. Und bei Debbie aber… ist davon nie was vorhanden. Sie ist offen und nett zu jedem, eine Eigenschaft, die ich sehr schätze.

Die Geschichte spielt in Deutschland bei den Personen handelt es sich zu größten Teilen um Abiturienten. Die Geschichte hat was von guten Mädchen, böse Junge, ohne dass der Junge sich tatsächlich für das Mädchen ändert bzw. ohne, dass sie etwas unternimmt um ihn zu ändern, dabei ist Farin durch sein ewiges Gefeiere und Getrinke vermutlich nicht die beste Partie (auf jeden Fall nichts für mich, habe durch meine Geschwister ein zu großes Helfersyndrom.) Dabei verbirgt er ein tiefes Geheimnis, das sein zum Teil selbstzerstörerisches Verhalten erklärt. Oft hätte ich mir von ihr aber mehr Konfrontationen gesucht, sich zu sehr aus allem raushalten ist im Endeffekt auch nicht gesund. 

Die Geschichte ist jedoch keine Liebesgeschichte, nein, es ist wirklich mehr. Es ist Freundschaft, Familie und auch ein bisschen die Reise zu sich selbst. Dabei wird die Geschichte realistisch und teilweise ungefiltert erklärt. Würde ich die ganzen Zitate aus dem Buch, die mich dazu veranlasst haben, kurz aufzuhören mit dem Lesen und nachzudenken, würde das den Rahmen sprengen.

Die Ausarbeitung sämtlicher Charaktere ist absolut realistisch und nachvollziebar. Es handelt sich bei diesen Figuren im Prinzip um „ganz normale“ Menschen und das hat mir gerade so gut gefallen. So war es viel einfacher sich in Situationen und Taten hineinzuversetzen, weil leicht ein Bezug zum eignen Leben hergestellt werden kann.

Das beste an diesem Buch war jedoch der absolut überragende Schreibstil. Ernsthaft, ich habe dieses Buch förmlich INHALIERT und habe es bereits 5 Stunden später beendet. Ich bin nur so über die Seiten geflogen und ehe ich mich versehe, war ich bereits bei der Danksagung. Der Einsatz sprachlicher Mittel passt sich dem Thema des Buches perfekt an.

FAZIT

Liebe. Liebe. Liebe. Es ist so ungefiltert, teilweise schmerzhaft und so authentisch und trotzdem wird nicht an der Liebesgeschichte gegeizt, was ich liebe.

Bewertung: 5 von 5.

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